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In: Gesundheit
6 Jan 2012Die meisten medizinischen Dienstleistungen verlaufen gut. Doch gelegentlich können Vorfälle passieren, die den Patientinnen und Patienten schaden. Sogenannte unerwünschte Ereignisse – zum Beispiel Fehler bei medizinischen Eingriffen – kommen in Europa bei rund acht bis zwölf Prozent der Krankenhausaufenthalte vor. „Rund die Hälfte der Ereignisse könnte durch bessere Kommunikation zwischen Gesundheitspersonal und Patienten vermieden werden“, erklärte Dr. Brigitte Ettl, Präsidentin der Österreichischen Plattform Patientensicherheit und ärztliche Direktorin im Krankenhaus Hietzing, bei der Präsentation des neuen Patientenhandbuchs für einen sicheren Krankenhausaufenthalt.
„Mehr Information bringt den Patientinnen und Patienten mehr Sicherheit“, unterstrich Gesundheitsminister Alois Stöger. Das Patientenhandbuch gibt wichtige Tipps für den Spitalsaufenthalt, unter anderem Anregungen, wie man sich auf ein Gespräch mit dem betreuenden Gesundheitspersonal oder den behandelnden Ärztinnen und Ärzten vorbereiten kann. Die Patientinnen und Patienten werden ermuntert, auf gleicher Augenhöhe Fragen zu stellen, Auffälligkeiten mitzuteilen und sich aktiv am Behandlungsgeschehen zu beteiligen, um Fehler rechtzeitig zu vermeiden.
Kernstück des Leitfadens sind einfache Sicherheitstipps für Patientinnen/Patienten, die im Handbuch ausführlich erklärt sind:
Ausführliche Informationen zu den Sicherheitstipps erhalten Sie unter „Sicher im Krankenhaus“.
Im Frühjahr 2012 wird das Handbuch im Rahmen eines Pilotprojekts an zwei Wiener Spitälern – dem Krankenhaus Hietzing und dem Kaiser-Franz-Josef Spital – bei geplanten Spitalsaufnahmen gezielt in ausgewählten Abteilungen an Patientinnen und Patienten verteilt. Gleichzeitig wird das Personal geschult, um auf Fragen vorbereitet zu sein und richtig zu reagieren.
Das Handbuch wurde von der Österreichischen Plattform Patientensicherheit herausgegeben und kann über die Website des Gesundheitsministeriums heruntergeladen werden.
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